Über mich

Annika Bullmann, Jahrgang 1989, geboren in Wiesbaden.
Seit meiner Kindheit faszinieren mich Pferde. Angefangen hat alles auf der Koppel hinter unserem Haus in Hünstetten Kesselbach. Dort grasten über den Sommer immer zwei Islandpferde. Ab und zu durfte ich mit der Besitzerin eine Runde spazieren gehen und wenn ich Glück hatte sogar ein paar Meter auf dem blanken Rücken dieser wunderschönen Ponys sitzen. Der Pferdevirus hatte mich befallen. Immer wieder quengelte ich zuhause, bis ich endlich reiten gehen durfte. Mit 5 Jahren wurde ich in einer Voltigiergruppe angemeldet. Es machte Spaß auf dem Pferd zu turnen, aber die Zeit war begrenzt und ich wollte mehr. Als ich eingeschult wurde, durfte ich auf einem Islandpferdehof meine ersten richtigen Reitstunden nehmen.

Aber einmal wöchentlich reiten war mir immer noch zu wenig. Ich suchte mir Pflegepferde und lernte Pitje kennen. Einen Shetty-Isländer Mix Wallach, den ich anfangs nur pflegte, später auch im Gelände ritt. Irgendwann wurde ich zu groß für ihn und unsere Wege trennten sich (vorerst). Eine Haflingerstute sollte meine neue Aufgabe werden: stolz, temperamentvoll und mit vielen Flausen im Kopf. Nach einem halben Jahr als ihre Reitbeteiligung kaufte ich sie mir von meinem Ersparten. Sie ist meine beste Lehrerin, wir haben in den vielen Jahren mehrere Wanderritte, Dressurkurse, Bodenarbeitskurse, Verladetrainingseinheiten und sogar meine letzen Prüfungen bei der VFD gemeistert. Aus ihr zog ich mir ein Fohlen. Gekreuzt mit einem Andalusierhengst kam „Mirador II“ zustande. Und schon bald wurde die Koppel hinterm Haus zu klein. Meine Eltern zogen mit mir auf den Löwenhof.

In zahlreichen Weiterbildungen entwickelte ich mich rund um die Arbeit mit Pferden immer weiter – unter anderem bei namhaften Trainern wie Markus Schönhoff, einem Silversand Instructor, welcher in meinen Augen ein echter Horseman ist, und Tina Ott, eine der wenigen lizensierten Trainerinnen der Ecolé de Légèreté, sowie Hans Jürgen Neuhauser, einem Mann der die freie Arbeit mit Pferden praktiziert und lehrt. Ich fing an einen Weg zu suchen, wie man mit Pferden arbeiten kann, ohne sie mit Zwangsmitteln wie Ausbindern und zugezogenen Sperrriemen zu traktieren. Bis heute nehme ich immer wieder an verschiedenen Kursen unterschiedlicher Reitweisen teil, um auch über den Tellerrand zu schauen und mir sinnvolle und für mich logische Methoden abzuschauen und mit meinen Pferden gemeinsam zu probieren, was machbar ist und worauf sie gut reagieren. Aber das Vertrauen zum Menschen und der nötige Respekt auf beiden Seiten machen es möglich, glückliche und gesunde Ponys zu haben, die ihren Dienst gerne leisten.

Ständige Fortbildungen tragen dazu bei, dass man nicht „stehen“ bleibt und sich stets weiterentwickelt. Kurse bei Steven Halfpenny, Honza Blaha, Desmond O´Brien und weiteren bekannten Trainern stehen immer wieder auf dem Programm.

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